COVID 19 und Digitalisierung: Welche Chancen ergeben sich durch die Pandemie?

Nichts hat die moderne Welt so stark getroffen und beeinflusst wie die COVID-19-Pandemie, die seit Dezember 2019 über den Erdball fegt. Ein neues Virus, über das man bisher kaum etwas wusste, legte das öffentliche Leben lahm und machte die Zukunft ungewiss. Unternehmen mussten flexibel agieren, um den Betrieb aufrechtzuerhalten und haben große Summen in eine digitale Infrastruktur investiert bzw. tun dies noch. Schlagwörter wie Homeoffice, Homeschooling oder auch Web-Meeting sind seitdem nicht mehr wegzudenken.

Viele Menschen vermissen den persönlichen Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen oder den Flurfunk bei der Kaffeepause und wissen nicht, wann eine Rückkehr zur „Normalität“ wieder möglich sein wird. Aber sollte die Zeit von Web-Meetings und Homeoffice nicht die neue Normalität sein? Und welche Chancen ergeben sich durch die Digitalisierung und eine digitale Transformation für Bürger und Unternehmen?

Deutschland ist in Bezug auf digitale Infrastrukturen aktuell leider auf einem eher niedrigen Niveau – Schulen sind nicht mit dem entsprechenden Equipment für Online-Unterricht ausgerüstet, viele mittelständische Unternehmen haben den Sprung in die digitale Welt verpasst und es gibt nur wenige Digital Champions – Vorreiter, die schon deutlich vor der Pandemie erkannt haben, dass früher oder später eine Wende in den Online-Bereich unumgänglich sein wird. Nichtsdestotrotz ist es nicht zu spät. Jeder kann seinen Beitrag zum Fortschritt der Digitalisierung in Deutschland leisten und sich das zum Vorteil machen.

  1. Mehr Flexibilität

Jeder, der schon mal im Homeoffice gearbeitet hat, würde dem Folgenden sicher zustimmen: Arbeitet man von Zuhause, ist man flexibler – in allen Belangen. Sei es ein Termin mit dem Handwerker, Babysitting oder einfach nur die Freiheit, sich seine Pausen selbst einzuteilen. Bei vielen Menschen ist das Homeoffice ein fester Bestandteil der Arbeitswoche, manchmal nur ein Tag pro Woche, manchmal aber auch zwei oder drei Tage. Wenn Arbeitgeber Mitarbeitenden diese Freiheiten gewähren, profitieren sie auch selbst davon: 91% aller Männer und Frauen, die regelmäßig von Zuhause aus arbeiten, gaben an, dass sie sich dadurch produktiver und glücklicher fühlen. Das Arbeitspensum lasse sich einfach überblicken, es gebe weniger Ablenkung durch Leute im Büro oder kurzfristige Anfragen und auch die Krankenstände sinken beträchtlich. Dementsprechend ergibt sich hier eine Win-Win-Situation sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber – Flexibilität ist King!

 

  1. Mehr Effizienz

Welches Unternehmen und welcher Mensch wünscht sich nicht mehr Effizienz in allen Belangen? Ob es optimierte Arbeitsprozesse durch fortgeschrittene Digitalisierung sind oder die Möglichkeit, die eigene Arbeit im Homeoffice einfacher zu steuern und somit besser arbeiten zu können. Durch die Digitalisierung ergeben sich immer neue Möglichkeiten, die Effizienz in allen Bereichen zu steigern. Komplette Bearbeitungsprozesse von Bestellungen in der Modebranche lassen sich beispielsweise durch eine Transformation in digitale Systeme doppelt oder sogar dreifach beschleunigen. Was vorher noch händisch bearbeitet werden musste, kann nun einfach über ein Tool erledigt werden, was mehr Zeit für zusätzliche Projekte und Arbeiten schafft. Ein weiteres Beispiel, was nicht nur für mehr Effizienz, sondern auch für das Überleben kleinerer Unternehmen sorgte, war beispielsweise die Initiative #supportthelocals von Zalando. Hier konnten kleine Modehäuser und -händler über eine simple Anbindung an das Marktplatzsystem von Zalando weiterhin ihre Produkte verkaufen und profitierten durch die Unterstützung des Marktplatzriesen.

  1. Erleichterung im Alltag

Durch die Kontaktbeschränkungen und partiellen Ausgangssperren wurde mitunter selbst das Einkaufen zur stressigen Aufgabe. Eingeschränkte Kundenzahlen pro Geschäft und letztlich sogar komplette Schließungen von Geschäften kamen hinzu. Es mussten Lösungen entwickelt werden, um Kunden weiterhin mit Waren und Konsumgütern versorgen zu können. Glücklicherweise hatten große Supermarktketten wie REWE bereits eine Option der Lieferung des Einkaufs direkt an die Haustür eingerichtet. Auch Getränkelieferdienste wie Durstexpress erleichtern den Menschen die Beschaffung von Nahrungsmitteln und Getränken und ermöglichen insbesondere risikogefährdeten Gruppen, sich beim wöchentlichen Einkauf nicht unnötig in Gefahr zu bringen. Natürlich kommt beim Punkt der Lieferungen auch der Bereich der Mode nicht zu kurz. Der Onlinehandel, der ohnehin seit einigen Jahren auf dem Vormarsch war, konnte nun rekordverdächtige Zahlen verzeichnen. Man musste nicht auf den Konsum von Klamotten und Accessoires verzichten und konnte sowohl Versand als auch Retouren einfach und bequem über Paketdienstleister abwickeln. Viele Modeunternehmen bieten seit kurzem sogar digitale Showrooms an, in denen die Kunden via Internet eine Runde durch die neuesten Teile drehen und sie bei Gefallen auch erwerben können.

Nicht außer Acht zu lassen ist nicht zuletzt die im Alltag. Das Kümmern um die Kinder, den Haushalt oder um Termine lässt sich durch die fortschreitende Digitalisierung leichter bewerkstelligen. Der Alltag kann flexibler geplant und auch auf unvorhergesehene Ereignisse spontan gut reagiert werden. Ein absoluter Pluspunkt der Digitalisierung.

  1. Mehr Umweltschutz

Die fortschreitende Erwärmung des Klimas und die damit einhergehenden Folgen sind seit einigen Jahren fester Bestandteil der Agenda von Regierungsdebatten. Maßnahmen, mit denen die Klimakrise bekämpft werden soll, werden verabschiedet und reichen in alle Bereiche des öffentlichen Lebens. Die Entwicklung elektrischer Fortbewegungsmittel, die Transformation zu alternativen Energiequellen und die geplante Entfernung von klimaschädlichen Faktoren wie alten Verbrennungsmotoren sind nur ein paar der Ziele, die beschlossen wurden, um die Erderwärmung aufzuhalten.

Ein Aspekt, der maßgeblich an dem Wiedererwachen der Natur und auch der Heilung von ganzen Ökosystemen beteiligt ist, ist der ausbleibende Massentourismus. Wohl jeder hat die berühmten Bilder der glasklaren Kanäle in Venedig oder der vollständig zugewachsenen Häusern in verlassenen Urlaubsorten gesehen. Die Pandemie gab und gibt der Erde Zeit, sich wieder von den immer größer werdenden Strapazen der Globalisierung zu erholen und lässt uns Menschen die Umwelt von einem neuen Blickwinkel aus betrachten. So gaben in den USA beispielsweise 26% aller Menschen, die vorher noch nie wirklich in der Natur waren, an, sich seit der Pandemie in die Wildnis begeben und sich mehr mit der Umwelt auseinandergesetzt zu haben. Einen großen Aufschwung haben auch die sogenannten Citizen-Science-Projekte erhalten – immer mehr Menschen halfen Wissenschaftlern dabei, Vögel zu zählen, Schmetterlinge zu beobachten oder auch Kröten und Fröschen bei ihren teils gefährlichen Wanderungen über viel befahrene Straßen zu helfen. Dieses Bewusstsein und die Wertschätzung der Natur können entscheidend sein für die Art, wie Menschen die Umwelt in Zukunft wahrnehmen und auch schützen werden – was letztlich wiederum für eine Ausbremsung der Erwärmung des Klimas sorgen kann.

Was aber vor allem im Zusammenhang mit dem Thema Homeoffice und der drastischen Kürzung der Berufsreisen bemerkbar war, ist die Reduktion von Treibhausgasen. Kein Faktor war mehr für den Ausstoß von CO2-Emmissionen in Deutschland zuständig als der Verkehr (sowohl Luft- als auch Straßenverkehr). Im Corona-Jahr 2020 sind die Emissionen von CO2 um sage und schreibe 2,7 Milliarden Tonnen gesunken. Im Pariser Klimaabkommen wurde festgehalten, dass in den kommenden zehn Jahren der globale Kohlenstoffdioxid-Ausstoß um 1 bis 2 Milliarden Tonnen pro Jahr gesenkt werden muss – das entspricht ungefähr dem Rückgang der Verkehrsemissionen im Jahr 2020 (-1,4 Milliarden Tonnen CO2).

Hier wurde der Menschheit somit schon aufgezeigt, dass es nicht unmöglich ist, den Klimawandel aufzuhalten. Ein weiterer Aspekt des Umweltschutzes und der Innovation findet sich sowohl im Business- als auch Privatsektor – der Verbrauch von Papier. Pro Jahr werden für eine Person etwa 250 Kilogramm Papier benötigt, was ca. drei bis dreieinhalb Bäumen entspricht. Geht man von 7,8 Milliarden Menschen auf der Welt aus, kommt man auf ungefähr 23,4 Milliarden Bäume. Hier können schon kleine Schritte eine massive Veränderung bedeuten und auch im Zeichen der Digitalisierung spricht alles für eine höhere Effizienz, mehr Flexibilität und mehr Erleichterung im Alltag.

Nimmt man beispielsweise den Bereich der Visitenkarten, dann sind auch hier Zahlen zu finden, die wirklich besorgniserregend sind. Jährlich werden weltweit über 10 Milliarden Visitenkartenkarten gedruckt, was ungefähr 16 Tonnen Papier oder um die 9.500 gefällte Bäume bedeutet. Dabei werden bis zu 90% dieser Karten innerhalb des ersten Monats in den Müll geworfen – eine absolute Verschwendung von Ressourcen und schädlich für die Umwelt.

Unite hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem ein Ende zu setzen und voll auf die Digitalisierung auch im Bereich der Kontaktverwaltung und deren Technologie zu setzen.
Wichtig zu wissen ist hier: Digitale Visitenkarten gibt es schon lange, allerdings nur als Anhang von E-Mails und in eher wenig aufregender und unausgereifter Form. Name, Adresse, Kontaktinformationen und mehr auch nicht. Doch wie wichtig der Kontaktaustausch und die Datenverwaltung sind, wird den meisten erst bewusst, wenn, wie oben erwähnt, Visitenkarten in den Müll wandern, weil sie uninteressant oder unbrauchbar geworden sind auf Grund von Adressänderungen oder einem Unternehmenswechsel des Ansprechpartners. Die digitale Visitenkarte von Unite bietet die Möglichkeit, unendlich viele Kontakte zu speichern, welche automatisch aktualisiert werden, sobald der Kontakt seine Daten ändert. Sie kann vollständig individualisiert und auch entsprechend dem Anlass mit den notwendigen Kontaktdetails versehen werden. Per gescanntem QR-Code werden die Daten eines neuen Ansprechpartners automatisch in die Unite App übertragen und stets aktuell gehalten. Auch eine app-unabhängige Lösung wird bereits für die Unite Community angestrebt und ausgearbeitet. Über die Datenbank können auch Meetings organisiert und geplant werden und es wird sichergestellt, dass stets alle Informationen an die richtigen Kontaktdaten geschickt werden.

Eine digitale Visitenkarte bietet somit nur Vorteile, die für Unternehmen und Privatpersonen über die nächsten Wochen und Monate immer mehr an Relevanz gewinnen werden und zur positiven Entwicklung der Digitalisierung beitragen.

Generell lässt sich also festhalten, dass sich durch die schwere und bedrohliche Pandemie dennoch einige Chancen ergeben haben, die unser Leben in Zukunft positiv beeinflussen werden. Es werden neue Branchen entstehen und neue Arbeitsplätze geschaffen für Personen, die aufgrund der Pandemie ihren Job verloren haben. Es ist davon auszugehen, dass der momentane Ausnahmezustand noch ein paar Wochen oder auch Monate andauern wird. Das bietet aber weiterhin auch die Möglichkeit, neue Konzepte zu testen, zu optimieren und gegebenenfalls auch erfolgreich einzuführen. Sicher ist eine Digitalisierung vor allem in Deutschland wichtig und auch notwendig, denn vieles ist noch immer nicht auf einem aktuellen Stand und hinkt hinterher. Deshalb muss viel Zeit und Geld in eine digitale Infrastruktur investiert werden. Eins ist aber gewiss – am wichtigsten und elementarsten sind der hoffentlich bald wieder mögliche persönliche Kontakt und das Miteinander der Menschen.

 

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